Nachhaltige Mode - nur ein Trend oder mehr?

Nachhaltigkeit ist das Buzzword schlechthin und nebenbei ein absoluter Trend in der Modebranche. Die Beschreibung Trend trifft es allerdings nicht ganz auf den Punkt. Denn unter Trends in der Modewelt versteht man eher kurzlebige Erscheinungen. Nachhaltigkeit hingegen steht für Langlebigkeit und einen schonenden Umgang mit unserem Planeten.

Doch ist die Modeindustrie der noch relativ jungen Revolution der Nachhaltigkeit gewachsen? Dieser Beitrag gibt einen Überblick wie nachhaltig die Modeindustrie jetzt schon ist. Außerdem zeigen wir auf, was alles dazu gehört nachhaltig zu sein.

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Fridays for Future und die Fashion Industrie

Fridays for Future ist eine Bewegung, die weltweit zu Demonstrationen gegen den Klimawandel aufruft. Angefangen hat alles mit Greta Thunberg. Nach und nach wurden es immer mehr Schulkinder, die regelmäßig gegen die Erderwärmung

Angeführt von Greta Thunberg, sind es schon lange nicht mehr nur Schulkinder, die regelmäßig gegen die Erderwärmung auf die Straße gehen. Die Bewegung macht nicht nur Politikern Druck, mehr an die Umwelt und weniger an die Wirtschaft zu denken, sondern auch der Industrie. Ganz besonders die Modeindustrie ist einer der größten Umweltverschmutzer: Ein Bericht, der von GFA und der Boston Consulting Group erstellte wurde, schätzt, dass die globale Textil- und Bekleidungsindustrie im Jahr 2015 für den Verbrauch von 79 Milliarden Kubikmeter Wasser, 1,7 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen und 92 Millionen Tonnen Abfall verantwortlich war. Diese Zahlen sind so gigantisch, dass man sich die Ausmaße schwer vorstellen kann. Aber eins ist klar; die Modeindustrie muss sich ändern, nicht zuletzt um die Millenials und die Generation Z als Kunden zu behalten, denn diese machen 85 Prozent des globalen Umsatzwachstums in der Luxusindustrie aus. Und wie man an der Fridays for Future Bewegung sieht, ist Nachhaltigkeit diesen Generationen ganz besonders wichtig.

Nachhaltigkeit und Luxusmarken

Schon lange ist Nachhaltigkeit nicht mehr nur mit dem Image der Ökos verbunden, die stereotypisch in Hippiekleidung, Dreadlocks und Batik-Shirts rumlaufen. Nachhaltigkeit ist vielmehr eine Überzeugung, die in alle Lebensbereiche und somit auch in unser Konsumverhalten eindringen sollte. Das ist natürlich auch Luxusmarken klar und deswegen ‚integrieren‘ immer mehr Labels Nachhaltigkeit in ihre Produktion. Doch zur Umsetzung gehört nicht nur die Produktionskette hinter verschlossenen Türen, sondern auch wie authentisch und transparent die Marken damit umgehen und somit zur Aufklärung dieser Themen beitragen.

Angefangen damit, kein echtes Fell zu benutzen, das den Tieren auf grausame Art abgezogen wurde, achten mehr und mehr Marken nun auch darauf, die Produktionskette so umweltfreundlich wie möglich zu halten. Unter Luxusmarken gilt Stella McCartney als Vorreiterin der Bewegung, aber auch viele andere Designer sind mittlerweile nicht nur für ihre Designs, sondern auch ihre grüne Herangehensweise bekannt. Sechs unserer Lieblingsmarken mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit sind: