Wo sind wir den hier gelandet, nun gibt es schon einen Beitrag wie man seine Kleidung richtig mit einer Armbanduhr kombiniert? Aber aufgepasst so weit hergeholt ist der Ursprung für diesen Style-Guide gar nicht. 

Stell dir einfach mal bildlich vor, dass Mann zu einem Black-Tie Event eingeladen ist, in einem schicken Smoking auftaucht und durch seinen Stil und Haltung alle Blicke auf sich zieht. Nun schaut er beiläufig auf sein Handgelenk und was erscheint da eine Casio-Taschenrechneruhr mit Gummiband. Absolutes No-Go, zumindest für dieses Event.Aus diesem Grund versuche ich mich nun an einem Style-Guide wie man Kleidung richtig mit einer Armbanduhr kombiniert und dabei natürlich noch gut ausschaut.

Denn wie du an dem obenstehenden Beispiel festgestellt hast, kann eine Armbanduhr sowohl ein ganzes Outfit vernichten, als auch bereichern – je nachdem wie die Uhr eben zu den restlichen Kleidungsstücken passt. Dies liegt vor allem daran, dass Männer eh eher weniger Schmuck tragen und das was getragen wird, sollte eben möglichst perfekt passen.

„Der Style deiner Armbanduhr muss dem Anlass deiner Kleidung entsprechen.“



So einfach lässt sich das Ganze zusammenfassen, aber natürlich steckt auch hier der Teufel im Detail. Daher gibt es nachfolgend noch einige ausführlichere Tipps, mit denen du sicherstellen kannst, dass dir so etwas wie dem Herren im Smoking nicht passiert. Versprochen!


Die Uhr muss zum Outfit passen – nicht umgekehrt!

Armband Uhr

Greifen wir das oben eingebundene Zitat nochmal auf, so sollte der Style deiner Armbanduhr dem Anlass deiner Kleidung entsprechen. Doch um entscheiden zu können, welche Armbanduhr nun die passende zu einem speziellen Anlass ist, gilt es aufzuzeigen, welche Art von Armbanduhr für welchen Style als passend gilt.

  • Digital oder Analog? 
  • Casual oder Elegant?


Wenn man sich unter jedem dieser vier Punkte etwas vorstellen, beziehungsweise diese schon miteinander in Verbindung bringen kann, ist die Grundlage für die Auswahl der richtigen Armbanduhr gelegt.

Analoge Armbanduhren kommen mit einem „Gesicht“ auf dem Ziffernblatt daher, welches aus Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger sowie Indizes besteht. Dabei zeigen diese 12 Stunden eines Tages an. Diese Uhren werden eher zu formalen Anlässen sowie klassisch im Geschäftsalltag getragen.

Die Digitaluhren hingegen, kommen mit einem LCD-Display oder LED-Fläche daher, welche die Zeit in numerischer Form zeigen. Uhren dieser Art werden eher Casual getragen.


Arten von Armbanduhren – diese gibt es

Schaut man sich den Markt der Armbanduhren an, sieht man auf den ersten Blick, dass sich dieser rasend schnell entwickelt. Das Schlagwort schlechthin lautet Wearables – sprich Uhren, welche technisch stark angehaucht sind und weit mehr können als klassische Zeitmesser. 

So kann man mit diesen mittlerweile Anrufe tätigen, GPS-Koordinaten überprüfen sowie verschiedene Apps aufrufen. Lässt man die Wearables mal außen vor, kann man gängige Armbanduhren in folgende fünf Kategorien einordnen:
Dress-Watch – Die wohl formellste Armbanduhr, welche es gibt. Auf dem weißen Ziffernblatt entdeckt man nur einen Stunden- und Minutenzeiger sowie sehr zurückhaltende Indizes. Das schlichte Gehäuse wird mit einem schwarzen Lederarmband, am Handgelenk, an der richtigen Position gehalten. Schlicht, minimalistisch und elegant, so lassen sich Dress-Watches am besten beschreiben. Ein Beispiel hierfür ist sicherlich die Classic Sheffield von Daniel Wellington, über die du in diesem Beitrag mehr erfährst. 

Taucheruhren – sind wasserdichte und druckfeste Armbanduhr, welche wasserdicht bis 200 m Wassertiefe und mehr sind. Dabei dienten Taucheruhren, bevor sie auch als klassisches Accessoire ihren Platz fanden, zur Messung der Tauchzeit und sind zu diesem Zweck mit einer drehbaren Lünette ausgestattet, mit der man die Startzeit des Tauchgangs markiert. Heute haben Tauchcomputer die klassische Taucheruhr abgelöst und diese zu einem eher modischen Accessoire und Luxusobjekt werden lassen. Beim Tragen einer Taucheruhr sollte man sich nicht von James Bond inspirieren lassen, denn eine Taucheruhr mit Anzug kommt dem Tragen eines Anzugs mit Arbeitsstiefeln gleich, lieber auf die Dress-Watch zurückgreifen.

Sportuhren / Chronometer – definitiv nicht die erste Wahl, wenn es um einen täglichen Begleiter am Handgelenk geht. Allerdings findet man bei höherwertigen Marken doch das ein oder andere Schmuckstück vor. Einen großen Vorteil haben Sportuhren allerdings, durch den angedachten Einsatzzweck sind diese äußerst langlebig und überzeugen durch zusätzliche Features wie Kompass, Entfernungsmesser, Höhenmesser, GPS-Technologie, Pulsmesser, und eine Reihe von anderen Funktionen. Anzusiedeln ist die Sportuhr im Bereich Casual und sollte auch dort getragen werden.

Fliegeruhren – hierbei handelt es sich um Uhren, welche seit Anfang des 20. Jahrhunderts für die Bedürfnisse von Piloten entwickelt wurden. Dies zeigt sich durch ein einfaches Zifferblatt-Design und ziemlich großes Gehäuse, meist mit über 50 mm Durchmesser. Grund hierfür ist die Tatsache, dass die Uhren leicht abzulesen sind. Weiterhin besitzen diese meist eine große Krone, was wiederum daran liegt, dass die Piloten ihre Uhr auch mit Handschuhen bedienen mussten. In der modernen Luftfahrt werden die Fliegeruhren nicht mehr benötigt, vielmehr sind diese mittlerweile Ausdruck des Zeitgeistes einer technisch orientierten, vorwiegend männlichen Zielgruppe.

Militäruhren / Felduhren – sind Zeitmesser, deren wichtigste Funktion es war die Zeit über einen langen Zeitraum präzise anzugeben und hohe Belastungen auszuhalten. Dabei verbessert das schlichte Design die Lesbarkeit der Ziffern. Typischerweise kommen diese Uhren in mittlerer Größe, mit weißen oder grünen Ziffern auf einem schwarzen Zifferblatt daher. Gerade bei den ersten Militäruhren setzte man noch auf einen Handaufzug, um nicht abhängig von Batterien zu sein.